Alterssichtigkeit

Problem der Alterssichtigkeit

Alterssichtigkeit - Ein Rezept für eine Briller mit Dioptrien-AngabenErstes Anzeichen kann eine stufenweise veränderte Armhaltung beim morgendlichen Zeitungslesen sein. Möglicherweise fokussiert sich der Zeitungsleser auch stärker als vorher auf die Lichtverhältnisse. Das Problem ist das gleiche: Das Erkennen der Sätze, Wörter und Zahlen fällt dem Betrachter schwerer. Dies liegt daran, dass er höchst wahrscheinlich ein Alter erreicht hat, bei dem Abnutzungserscheinungen der Augen spürbar und sichtbar werden. Es handelt sich um das Augenleiden der Alterssichtigkeit, dass irgendwann ab Anfang/Mitte Vierzig jeden betrifft. Die ersten Reaktionen dazu fallen sehr unterschiedlich aus. Einige Menschen ignorieren den Hinweis auf das Alter einfach. Andere improvisieren meisterhaft, um dieses aufkommende Alltagshindernis zu kompensieren. Sie führen heimlich eine Lupe mit oder bemühen alle Möglichkeiten der modernen Kommunikationstechnik zur Vergrößerung. Spätestens, wenn sie Tempo 50 beim innerörtlichen Vorbeifahren am Radarwagen nicht mehr erkennen, kommt die ernüchternde Einsicht. Einige geben ihre defensive Haltung bereits auf, wenn sie die Speisekarte nicht mehr lesen können. Die Erklärung der Veränderungen durch die Alterssichtigkeit oder Altersweitsichtigkeit, auch Presbyopie genannt, ist einfach. Die Sehprobleme sind kein Symptom für eine krankhafte Veränderung. Sie sind vielmehr die natürliche Folge des Alterungsvorgangs, durch den die Elastizität der Augenlinse zunehmend verringert wird. Die Funktion des Auges ist dadurch bei der Nahsicht beeinträchtigt.

Ursachen und Verlauf der Alterssichtigkeit

Augenlasern im Alter bei schlechter SichtDie Alterssichtigkeit stellt keine Fehlsichtigkeit dar. In jungen Jahren passt sich das Auge flexibel an die verschiedenen Sehentfernungen an. Durch die Elastizität der Augenlinse verändert sich automatisch die jeweils erforderliche Brennweite. Dadurch sind Objekte in der Nähe ebenso scharf zu erkennen wie in der Ferne. Mit der Anpassung (Akkommodation) der Augenlinse geht eine Formveränderung einher. Um ein scharfes Sehen in der unmittelbaren Nähe zu ermöglichen, muss sich die Augenlinse wölben. Mit zunehmendem Alter vergrößert und verhärtet sich der starre Linsenkern. Dies führt zu Bewegungseinschränkungen der flexiblen Linsenkapsel. Die Linse kann durch die eingeschränkte Wölbungsfähigkeit ihre Brechkraft für die Nahsicht nicht mehr genügend erhöhen. Bei kurzer Distanz treten unscharfe, verschwommene Wahrnehmungen beim Sehen auf. Damit können verschiedene Beschwerden verbunden sein:

  • Das Lesen wird als anstrengend empfunden
  • Im Bereich der Augen und Stirn kann sich ein störendes, dumpfes Druckgefühl entwickeln
  • Auftreten von Kopfschmerzen
  • Ermüdungserscheinungen

Im weiteren Alterungsprozess verstärken sich diese Phänomene. Die Entfernung im Nahbereich, die ein scharfes Sehen durch die Anpassungsfähigkeit der Linse ermöglicht, wird immer größer. Mit der Veränderung des Nahpunktes erhöht sich für den Betroffenen der Hilfsbedarf. Die Konsultation eines Augenarztes ist angesagt. Die geschilderten Symptome und das zu berücksichtigende Alter liefern dem Augenarzt erste Anhaltspunkte für das Vorliegen einer Altersweitsichtigkeit. Im Rahmen der augenärztlichen Untersuchung führt der Augenarzt zur Feststellung dieser typischen Sehschwäche einen Sehtest durch. Mithilfe von Sehproben-Tafeln lässt sich die Sehschärfe der Augen leicht feststellen. Die Untersuchung der Augen erfolgt dabei einzeln. Im Verlauf müssen in unterschiedlicher Größe angezeigte Buchstaben oder Zahlen vom Betroffenen benannt werden. Die Abbildungen sind in schwarzer Farbe auf weißem Grund dargestellt.

Lesebrille, Kontaktlinsen, OP oder Augenlasern im Alter?

Lesebrille auf BuchNach der Feststellung der Altersweitsichtigkeit durch einen Augenarzt kommt als Korrekturhilfe eine Lesebrille oder Kontaktlinsen sowie eine Operation oder Laserbehandlung in Betracht. Um den Korrekturbedarf festzustellen, muss die Lichtbrechung in den Augen untersucht werden. Mithilfe eines Refraktometers (Messeinrichtung zur Bestimmung des Brechungsindex) lässt sich die Lichtbrechung im Auge genau messen. Dazu werden Lichtstrahlen ins Auge geschickt, die von der Hornhaut und Linse gebündelt werden und auf die Netzhaut treffen. Durch die präzise Messung des Gerätes kann anhand des festgestellten Lichtbrechungsindex die passende Sehstärke einer Lesebrille oder alternativer Kontaktlinsen ermittelt werden. Aufgrund der fortschreitenden Alterssichtigkeit müssen Lesebrillen und Kontaktlinsen in regelmäßigen Abständen allerdings angepasst werden. Wem das ständige Auf- und Absetzen einer konventionellen Lesebrille zu lästig ist, kann sich eine Gleitsichtbrille beschaffen. Bei diesem zweigeteilten Brillenglas gehen die unterschiedlichen Zonen für Nah- und Fernsicht gleitend ineinander über. Optional können Kontaktlinsen als Multifokallinsen (Mehr-Stärken-Linsen) oder nach dem Prinzip der Monovision (Verbesserung der Sehfähigkeit durch verschiedene Linsen) Verwendung finden. Multifokallinsen ermöglichen ein scharfes Sehen im Nah- und Fernbereich. Bei der Monovision sorgen unterschiedliche Kontaktlinsen für diesen Effekt. Ein Auge wird mit einer Kontaktlinse für die Nahsicht ausgestattet. Die auf dem anderen Auge befindliche Kontaktlinse ermöglicht die Fernsicht. Dabei wird der dreidimensionale Seheindruck allerdings eingeschränkt. Eine Alternative ist eine Operation, bei der ein Austausch der körpereigenen Augenlinse gegen eine Multifokallinse erfolgt. Diese Maßnahme ist jedoch nicht frei von Risiken. Bei einer Linsenoperation besteht die Möglichkeit einer Netzhautablösung. Außerdem können durch die Operation unangenehme Phänomene wie eine erhöhte Blendempfindlichkeit oder das Sehen von ringförmig umrandeten Lichtquellen auftreten. Die Wahrnehmung von Kontrasten kann undeutlicher werden. Störende Unverträglichkeiten können sich so auswirken, dass ein Austausch der Multifokallinse gegen eine Monofokallinse notwendig wird. Als Ergebnis intensiver Forschung und Weiterentwicklung lassen sich auch zunehmend Betroffene von Altersweitsichtigkeit lasern.

Warum sich immer mehr Menschen bei Alterssichtigkeit lasern lassen

Welche Voraussetzungen gibt es für das Augen lasernBrillengläser stören beim Sport, verschmutzen und werden zerkratzt oder gehen auch zu Bruch. Wer sich bei Altersweitsichtigkeit lasern lässt, hat auch mit der ständigen Suche nach seiner Lesebrille nichts mehr zu tun. Vorbei ist auch die Zeit regelmäßiger Besuche des Optikers oder Augenarztes, um auf Veränderungen durch eine neue Brille zu reagieren. Das Tragen von Kontaktlinsen ist unter diesem Aspekt keine vorteilhafte Alternative. Sie tragen zwar zu einem Aussehen ohne Brille bei, wenn es gewünscht wird. Die Umstände beim Aufbringen der Kontaktlinsen und ein regelmäßiger Wechsel der Sehstärken sind jedoch über viele Jahre in Kauf zu nehmen. Das muss nicht so sein. Innovative Lasertechnik hat das Gebiet der Augenbehandlung längst erreicht. Wer Alterssichtigkeit lasern lässt, wird ebenso von der Wirksamkeit wie von der Verfahrenssicherheit überzeugt. Um Altersweitsichtigkeit lasern zu können, ist keine ruhige Hand wie in der Chirurgie erforderlich. Ein Laserstrahl wird bei der Methode der Conduktiven Keratoplastik (Thermische Hornhautbehandlung) präzise auf den Mikrometer genau auf die mittleren Hornhautschichten ausgerichtet. Mit unglaublicher Schnelligkeit verdampfen durch Laserimpulse kleinste Hornhautpartikel. Dadurch wird eine geringfügige Verformung der Hornhautoberfläche erreicht. Mit der Veränderung der Brechkraft ist die Altersweitsichtigkeit korrigiert. Durch die Verbesserung der Sehfähigkeit im Nahbereich tritt keine Veränderung der Fernsicht ein. Das optimierte Sehvermögen im Nahbereich zeigt bei Nachuntersuchungen keine Veränderungen. Dies spricht für eine langfristige Stabilität der Hornhautbehandlung. Seit den 90er Jahren gewinnt das Laserverfahren bei ständiger Verbesserung an Zuspruch. Ein neueres Verfahren ist die sogenannte LASIK-Methode. Danach wird zunächst eine extrem dünne Lamelle von der Hornhautschicht abgehoben und seitlich verschoben. Die verbleibende Hornhaut wird mit der hohen Präzision eines Kaltlichtlaser bedarfsgerecht gestaltet. Dazu wird entweder ein Präzisionsmesser (Keratom) oder Femto-Sekunden-Laser verwendet. Die Lamelle wird wieder darüber geschoben. Sie sorgt wie ein körpereigenes Pflaster für eine rasche Abheilung binnen weniger Tage. Die innovative LASIK-Methode (Laser Assisted In Situ Keratomileusis) gilt als zuverlässig und schonend. Von zahlreichen Patienten wird das Augenlasern im Alter nach dieser Methode als angenehm empfunden. Bevor sich Betroffene wegen Alterssichtigkeit lasern lassen, werden sie untersucht und es findet ein ausführliches Beratungsgespräch statt. Entwickler der LASSIK-Methode ist der deutsche Erfinder und Physiker Josef Bille. Mit der Femto-LASIK handelt es sich um eine Weiterentwicklung dieser Methode. Dadurch ist es möglich, bedarfsorientiertes Augenlasern im Alter zur Behandlung stärkerer Kurzsichtigkeiten durchzuführen. Der Ort der Behandlung sollte sorgfältig ausgewählt werden. Eine gute Augenklinik verfügt für eine fachgerechte Laserbehandlung über erfahrene Ärzte, die notwendige Hygiene und moderne Technik. Von Discounter-Alternativen, die diesen Standard nicht garantieren können, ist daher abzuraten. Erfahrungsberichte sollten genutzt werden. Außerdem ist zeitlicher Druck ist zu vermeiden. Welche Behandlung der Alterssichtigkeit im Einzelfall die beste ist, richtet sich nach der medizinischen Beratung und den persönlichen Wünschen.

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